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  • ab: 24 mei 2017
  • bis einschließlich: 01 oktober 2017
  • Standort: Museum de Fundatie

FRISO TEN HOLT - LICHT UND LINIEN

Friso ten Holt (1921 - 1997) wuchs im Künstlerdorf Bergen in der Provinz Nordholland auf. Sein Oeuvre umfasst Ölgemälde, Zeichnungen, Radierungen und Aquarelle, die durch ihre Helligkeit und Farbgebung auffallen. Er entwarf auch monumentale Bleiglasfenster und Wandteppiche. Er lehrte an verschiedene Akademien und war Lehrer von u. a. Jeroen Krabbé, dessen Ausstellung ‚Das späte Licht‘ zeitgleich zu sehen ist.

In Ten Holts Werk liegt der Schwerpunkt nicht auf Details, sondern auf Farbflächen. Vorder- und Hintergrund haben im Gemälde die gleiche Wichtigkeit. Die Harmonie im Gemälde, die durch Wiederholungen von Form und Farbe entsteht, spielte für Ten Holt eine wichtige Rolle. Der Künstler stand auf den Schultern seines Vaters, dem Bergener Maler Henri ten Holt. In seinem Werk sind Einflüsse von Picasso und vor allem Cézanne zu sehen. Die Farben sind strahlend und hell. Viele seiner späteren Werke atmen das Licht eines Strandspaziergangs bei kräftigem Nordwind.

In den 1960er Jahren erlebte Friso ten Holt mit dem Verkauf seiner Werke und der internationalen Bekanntheit seine Blütezeit. Der linke englische Kunstkritiker John Berger machte Ten Holt durch Artikel und ein Fernsehinterview beim britischen Publikum bekannt. Daraufhin kam es auf der Ausstellung seiner Werke in London 1962 zu einem wahren Sturmlauf.

In den Niederlanden wird ihm im Kielwasser dieses plötzlichen Ruhms auch etwas mehr Beachtung geschenkt. Einige Museen kaufen Gemälde von Ten Holt.

Er ist bis heute bei seinen Kollegen und Museumsbesuchern bekannter als beim großen Publikum. Ganz im Gegenteil zu seinem Bruder, dem Komponisten Simeon ten Holt. Dieses Ausstellungsprojekt möchte daran etwas ändern. Rund 50 Gemälde und 35 Werke auf Papier aus öffentlichem Besitz und Privatbesitz zeigen die Kunst von Ten Holt in den strahlendsten und buntesten Farben. 
Zur Ausstellung erscheint die von der Stiftung Otto B.


  • ab: 24 May 2017
  • bis einschließlich: 01 Oct 2017
  • Standort: Museum de Fundatie