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  • ab: 16 juni 2018
  • bis einschließlich: 02 september 2018
  • Standort: Museum de Fundatie

JASPER KRABBÉ - JAPANESE PAINTINGS

Jasper Krabbé kehrt in seiner vor Kurzem entstandenen Serie Japanese Paintings die Konventionen der Malerei ganz buchstäblich um. Für seine von japanischen Motiven inspirierte Serie nutzt er das Durchdrucken von Bildnissen auf der Rückseite unkonventioneller Bildträger wie historische Leinwände und gebrauchte Bühnenleinwand.

Hauptstandort der Ausstellung Jasper Krabbé - Japanese Paintings ist das Museum de Fundatie in Zwolle. Sieben Werke Krabbés werden im Kasteel het Nijenhuis gezeigt.

 

Jasper Krabbé, Callas/Butterfly (II), 2017, Öl auf Leinwand, 165 x 145 cm, Sammlung Museum de Fundatie (Erworben mit finanzieller Unterstützung der BankGiro Loterij), Zwolle und Heino/Wijhe.  

In Jasper Krabbés (Amsterdam 1970) neuen Werken steht weniger die Darstellung als vielmehr der Malprozess im Mittelpunkt. „Ich wollte weg von der Erzählung und zurück zum Prozess. Zurück zur Anfertigung selbst. Und dabei den Überbleibseln früherer Werke so wie dem Zufall eine größere Rolle zugestehen. Man wirft einen Würfel und weiß nie, wie er rollen wird.“ Als Bildträger benutzt er nicht präpariertes Leinen, die Rückseiten von bemalter Leinwand oder auch grafische Drucke. In dünnen Farbschichten, oft in Pastelltönen, bringt er auf diesen Materialien Darstellungen an, die sich dem Betrachter nicht aufdrängen. Das unbehandelte Tuch saugt die Farbe auf, was den Gemälden eine Unbestimmtheit und Transparenz verleiht. Scharfe Konturen verwischen, Figuren werden leicht verzerrt. Manchmal sind Abdrücke von Verpackungsmaterial, etwa Noppenfolie, sichtbar: Den Rastern einer Drucktechnik ähnlich verweisen diese auf die „polkadots“ von Polke, Lichtenstein und Kusama.

Jasper Krabbé, Geisha (Detail), 2016, Öl auf Leinwand, 170 x 100 cm, Sammlung des Künstlers Jasper Krabbé, Geisha (Detail), 2016, Öl auf Leinwand, 170 x 100 cm, Sammlung des Künstlers 


In einer Maria Callas gewidmeten Serie scheint die Figur im luftleeren Raum zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit zu balancieren. „Die Abbildung, die mir als Ausgangspunkt diente, fand ich auf dem Cover einer Vinylplatte auf einem Antikmarkt. Es ist für mich ein Bild voller Gegensätze und das wurde zur Obsession. Eine westliche Frau, die in der Oper eine Frau aus dem Fernen Osten spielt – ein sehr expressives Medium, hier aber sehr verhalten. Mich trafen ihr nach innen gerichteter Blick und ihre Haltung.“

Jasper Krabbé, Japanese Painting, 2017, Öl auf Leinwand, 130 x 110 cm, Privatsammlung Niederlande Jasper Krabbé, Japanese Painting, 2017, Öl auf Leinwand, 130 x 110 cm, Privatsammlung Niederland.


Jasper Krabbé studierte an der Rietveld Akademie in Amsterdam und absolvierte diese Ausbildung 1992 mit cum laude. Er setzte sein Studium an The Cooper Union in New York fort, einem der ältesten und angesehensten Ausbildungsinstitute der Vereinigten Staaten. Ab 1999 war sein Werk regelmäßig im In- und Ausland zu sehen. So hatte er z.B. Einzelausstellungen in Rom (2RC Gallery), New York (Brenda Taylor Gallery), São Paolo (Galerie Nara Roesler) und den Niederlanden (Museum Belvédère, Tropenmuseum, Kunsthal). Sein Werk wurde auf Gruppenausstellungen und Börsen u.a. in Basel, Berlin, Madrid, Miami und Triest gezeigt. 

Portret Jasper KrabbéPorträt Jasper Krabbé, Fotograf: Annemarieke van Drimmelen.


Jasper Krabbé ist ein vielseitiger Künstler. Er malt nicht nur, sondern macht von einer Vielzahl an Medien Gebrauch: Fotografie, Design und Kleidung. Zentrale Themen in seinem Œuvre sind die Austauschbarkeit von Bildern, die über die digitalen Medien auf uns einstürmen, sowie autobiografische Elemente und Motive aus der Kunstgeschichte. Im Jahr 2009 zeigte das Museum de Fundatie eine Auswahl von Krabbés Zeichnungen und Gemälden aus dem Zeitabschnitt 2004-2008.

Beim Verlag Waanders & de Kunst erscheint ein Ausstellungskatalog mit gleich lautendem Titel.

Jasper Krabbé, Japanese Painting, 2017, Öl auf Leinwand, 130 x 110 cm, Privatsammlung Niederlande Jasper Krabbé, Callas/Butterfly (I), Öl auf Leinwand, 165 x 145 cm, Privatsammlung Amsterdam. 


  • ab: 16 Jun 2018
  • bis einschließlich: 02 Sep 2018
  • Standort: Museum de Fundatie