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  • ab: 16 juni 2018
  • bis einschließlich: 02 september 2018
  • Standort: Museum de Fundatie

FRITZ KLEMM - GEMÄLDE UND WERKE AUF PAPIER

Die Werke des deutschen Künstlers Fritz Klemm (1902-1990) sind ungewöhnlich eindringlich, dabei leise und poetisch im Dialog und Umgang mit dem Raum und den Dingen, die ihn umgeben. Es sind die Synergie seiner Erfahrungen und seine besondere, selektive Art der Wahrnehmung, seine Suche nach dem idealen Gleichgewicht, die seine Kunst und sein Künstlertum so einmalig machen.

Hauptstandort der Ausstellung Fritz Klemm ist das Museum de Fundatie in Zwolle. 13 Werke Klemms werden im Kasteel het Nijenhuis gezeigt.

Fritz Klemm, Wand, Gouache, Kreide auf Papier, 99 x 69 cm, Privatbesitz.


Die Ausstellung zeigt alle Schaffensphasen des Künstlers Fritz Klemm und setzt mit den ersten Werken aus den 1950er-Jahren ein. Seit jener Zeit hat Klemm eine Professur an der Karlsruher Akademie der bildenden Künste inne, wo er auch über ein Atelier verfügt. Im Dialog mit den Prinzipien der modernen Kunst in Deutschland und dem damaligen Europa schuf er ein einmaliges Œuvre, das sich den bekannten Strömungen jener Zeit wie Zero, dem amerikanischen Minimalismus und/oder dem abstrakten Expressionismus nicht einordnen lässt. Klemm findet die Motive seiner Werke in seiner unmittelbaren Umgebung – in seinem Atelier. Seine Staffelei, die Palette, aber auch die Wände, der Boden und die Fenster sind favorisierte Themen. Alltägliche Motive verdichtet er zu ausdrucksstarken Zeichen, zu wesentlichen Elementen seiner Bildfindungen.

Wand, 1989, Tusche, weiße Kreide, Karton- und Papiercollage, 118 x 89 cm, Privatbesitz
Fritz Klemm, Wand, 1989, Tusche, weiße Kreide, Karton- und Papiercollage, 118 x 89 cm, Privatbesitz.

Porträt Fritz Klemm, 1976. Fotografin © Barbara Klemm Porträt Fritz Klemm, 1976. Fotografin © Barbara Klemm.  


Fritz Klemm arbeitet mit vielfältigen Techniken und Materialien, er experimentiert mit Tempera, Gouache, Caparol-Farbe, Filzstift und Kreide. So wie er die Farbe in unzähligen Schichten aufträgt und modelliert, untersucht er in Bildreihen die gleichen Motive mehrere Male. Dabei wechselt er Standpunkt und Ort, zum Beispiel, als er im Jahr 1954 in ein anderes Atelier mit Aussicht auf den Hardtwald umzieht und dort seine Fensterbilder mit Waldmotiven anfertigt. Im Jahr 1968 bezieht er sein drittes Atelier, nun im Schloss Scheibenhardt, wo er zu einer helleren Farbpalette findet. In seinen späten Gemälden tritt die gegenständliche Darstellung immer mehr zurück, die Aussage des von ihm gewählten Materials steht nahezu für sich. Die Anfertigung von Collagen ist ein logischer nächster Schritt. Im hohen Alter wird Fritz Klemm als wichtiger Vertreter der „post-minimalistischen“ Kunst in Deutschland geehrt. Erst 1973 – der Künstler ist jetzt 70 Jahre alt – bekommt er seine erste Einzelausstellung. Eine erste Retrospektive folgt 1976 im Museum Ulm, eine zweite 1985 beim Badischen Kunstverein Karlsruhe. Große Jubiläumausstellungen in den Jahren 1992 und 2000, die er selbst nicht mehr erlebt hat, machen ihn international bekannt.

Fenster mit Zeichentisch, um 1964-1966, Aquarell und Tusche auf Papier, 50 x 63 cm, Privatbesitz
Fritz Klemm, Fenster mit Zeichentisch, um 1964-1966, Aquarell und Tusche auf Papier, 50 x 63 cm, Privatbesitz.  


Die Ausstellung Fritz Klemm – Gemälde und Werke auf Papier kommt in Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum Ahlen und dem Leonhardi-Museum Dresden zu Stande. Beim Verlag Waanders & de Kunst ist ein zweisprachiger (deutsch-niederländischer) Katalog erschienen.

Maltisch, ca. 1959, Caparol, Papiercollage auf Hartfaserplatte, 87 x 120 cm, Privatbesitz, Leihgabe Museum Wiesbaden Fritz Klemm, Maltisch, ca. 1959, Caparol, Papiercollage auf Hartfaserplatte, 87 x 120 cm, Privatbesitz, Leihgabe Museum Wiesbaden.


  • ab: 16 Jun 2018
  • bis einschließlich: 02 Sep 2018
  • Standort: Museum de Fundatie