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  • ab: 17 januar 2020
  • bis einschließlich: 23 august 2020
  • Standort: Museum de Fundatie, Kasteel Het Nijenhuis

Pim Trooster - DIE RENOVIERUNG

Pim Trooster (1954) ist Postmodernist. Er kombiniert in großer Freiheit alle möglichen Kunstformen und schafft eine völlig neue, eklektische Bildsprache. Kein Medium ist ihm unbekannt. Ab dem 18. Januar 2020 wird im Museum de Fundatie die Installation Die Renovierung von Pim Trooster zu sehen sein. Gleichzeitig werden im Kasteel het Nijenhuis neue und alte Werke des in Zwolle heimischen Künstlers ausgestellt, mit denen er auf die Sammlung der Fundatie reagiert.

Die Renovierung
Die Siedlung De Pierik bildet einen Teil des Wohnviertels Assendorp in Zwolle und wurde seit den 30er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts für die Unterbringung des Personals der Niederländischen Bahn erbaut. Dieses alte Bahnviertel, in dem Pim Trooster seit 1995 wohnt, setzt sich zum Teil aus Eigentumswohnungen, zum weitaus größeren Teil aber aus Sozialwohnungen zusammen. Die Wohnungsbaugenossenschaft, die den größten Teil der Siedlung besitzt, begann im Jahr 2018 mit einem gründlichen Renovierungsprojekt. In allen Mietwohnungen wurden Türen und Fenster ersetzt. Der Atelierkomplex, in dem Trooster arbeitet, befindet sich mitten in diesem Viertel. Täglich beobachtete er auf seinem Weg ins Atelier die Fortschritte des Renovierungsprozesses und er begann, schöne Teile Abrissholz aus den Baucontainern – gewissermaßen als Strandgut – einzusammeln. Auch fand er neben einem Baucontainer drei Umzugsschachteln voller alter Puppen und Spielzeugtierchen, einst mit Liebe zusammengetragen, nun aber als Altmüll weggeworfen. Der Fund berührte Trooster derart, dass er die Puppen seiner 90-jährigen Mutter zeigte. Diese sagte ihm entzückt, diese Art von Puppen sei in den 30er- bis 40er-Jahren, als die Siedlung De Pierik gebaut wurde, die „Barbies ihrer Jugend“ gewesen. Aus den schönen Fragmenten Abrissholz so wie den Puppen machte Pim Trooster eine Reihe poetischer Assemblagen, um so eine neue Zukunft für die ausrangierten „Schätze“ zu schaffen. Die Serie heißt Die Renovierung und wird als Installation in einem Kabinett im Parterre des Museum de Fundatie gezeigt.Pim Trooster, Bewährtes Nachwuchstalent, 2019.

Pim Trooster, My fair lady, 2019.

Interventionen
Im Kasteel het Nijenhuis in Heino/Wijhe, am zweiten Standort des Museum de Fundatie, reagiert Pim Trooster mit Interventionen unterschiedlicher Medien (in einer Auswahl aus seinem während seines 35-jährigen Künstlertums aufgebauten Œuvres so wie neu erschaffener Werke ) auf historische und kürzlich erworbene Werke aus der Sammlung des Museums de Fundatie. In jedem Raum des Schlosses fügt er der Aufstellung ein oder mehrere Werke hinzu, deren Bandbreite von Zeichnungen über Skulpturen, Gemälde, Klangarbeiten, Fotos und Fotokopien bis zu einer Videowand reicht.

Biografie
Pim Trooster (Almelo, 1954) studierte an der Academie voor Expressie door Woord en Gebaar (Akademie der darstellenden Künste) in Utrecht. Frühere Präsentationen wurden u.a. bei der Staircase Gallery New York, beim ACEC Apeldoorn und auf Landgoed Anningahof gezeigt. Zudem brachte er vier Theaterproduktionen heraus und organisierte als künstlerischer Leiter zahlreiche Kunstprojekte; er war Berater beim Fonds BKVB/Mondriaan Fonds, Scout und Gastdozent beim Sandberg Instituut, Mitglied der Jury für den Arti (et Amicitiae) Preis 2019 sowie Initiator/Kurator der ersten Fassung der Drenter Landschaftsbiennale Into Nature im Jahr 2016.

Pim Trooster, ohne Titel, 2018-2019.

Pim Trooster, ohne Titel, 2018-2019.


  • ab: 17 Jan 2020
  • bis einschließlich: 23 Aug 2020
  • Standort: Museum de Fundatie

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