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  • ab: 16 oktober 2021
  • bis einschließlich: 06 februar 2022
  • Standort: Kasteel Het Nijenhuis

THEO KURPERSHOEK - Ein Loblied auf die sichtbare Welt

Gemälde und Grafik von Theo Kurpershoek (1914-1998) sind bei Kennern, Privatsammlern und Künstlern beliebt und in verschiedenen Museumssammlungen zu finden. Kurpershoek war ein vielseitiger Künstler, der als Werbezeichner und Buchgestalter begann und sich zu einem begabten Holzstecher und Maler des Schönen entwickelte.


Theo Kurpershoek, Selbstbildnis mit Jalousien, 1984, Öl auf Leinwand, 54 x 68 cm, Privatbesitz

Theo Kurpershoek wurde in Rotterdam geboren. Er besuchte in den 30er-Jahren des 20. Jahrhunderts die Abendschule der Rijksakademie van Beeldende Kunsten in Amsterdam. Tagsüber arbeitete er als Werbezeichner. Gemeinsam mit u. a. Herbert Fiedler, Hans van Norden und Nicolaas Wijnberg gründete er im Jahr 1948 die Malergruppe De Realisten. Diese Gruppe bildete ein Gegengewicht zur abstrakten Kunst und der Künstlerbewegung Cobra, denen Museen und Kritiker besondere Aufmerksamkeit widmeten. Ebenso wie andere klassisch-moderne niederländische Künstler wie Otto B. de Kat und Friso ten Holt knüpfte Kurpershoek an die Tradition des europäischen Modernismus des 20. Jahrhunderts an.

Theo Kurpershoek erlangte beim größeren Publikum vor allem durch seine Gestaltung der Salamander-Reihe des Buchverlags Querido in den 1950er-Jahren Bekanntheit. Verschiedene seiner Buchentwürfe erhielten den Preis der CPNB (Stichting Collectieve Propaganda van het Nederlandse Boek) für das am besten gestaltete Buch. Theo Kurpershoek war zudem ein virtuoser Grafiker und schuf eine Vielzahl von Holzstichen. In den 1950er-Jahren erhielt er mehrere Aufträge für angewandte Kunst von der Gemeinde Amsterdam. In dieser Stadt lehrte er sowohl an der Rietveldacademie wie an der Rijksakademie.

Seine Gemälde stellen die größte Überraschung dar: farbenreiche Selbstporträts, Stillleben, Innenräume, Porträts und Landschaften. Theo Kurpershoek malte gerne in der hügelreichen Umgebung seines Ferienhauses bei 's Gravenvoeren, knapp über der belgischen Grenze in der Nähe von Maastricht. Die hellen Farben seines Werkes strahlen vor sonnenüberfluteter Lebensfreude. Etwa 50 Gemälde und rund 20 Werke auf Papier aus privatem und Museumsbesitz zeugen von seiner flüssigen Technik und versetzen den Betrachter in eine angenehme, farbenfrohe Welt.

 
Theo Kurpershoek, Auf dem Boot, 1951, Öl auf Leinwand, 105 x 77 cm, Privatbesitz.

Zur Ausstellung erscheint im Verlag Waanders Uitgevers eine von Feico Hoekstra redigierte Monografie über Theo Kurpershoek mit Texten von Camée van Blommestein und Marijn Schapelhouman sowie von Marguerite Tuijn, der Kuratorin der Ausstellung. Die Ausgabe wird von der Stichting Otto B. de Kat ermöglicht, die größere Aufmerksamkeit für diejenige Künstler anstrebt, die an der Rijksakademie in Amsterdam ausgebildet wurden und ungeachtet der vorherrschenden Mode während der Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg an der figurativen Malerei festhielten.


Bildkopfzeile: Theo Kurpershoek, Maasdal hinter Mesch, 1980, Öl auf Karton, 39,5 x 49,5 cm, Sammlung SCHUNCK, Gemeinde Heerlen


  • ab: 16 Oct 2021
  • bis einschließlich: 06 Feb 2022
  • Standort: Kasteel Het Nijenhuis